Die Ursache eines sekundären Lymphödemes ist vielfältig. Es können durch eine Operation, Verletzung, Bestrahlung oder Entzündung viel kleine oder/und wenige große Lymphgefäße zerstört werden.
Die verbliebenen Lymphgefäße sind nicht mehr in der Lage, das anfallende Gewebewasser zu entsorgen, es entsteht ein Lymphödem. In den westlichen Ländern ist die häufigste Ursache für ein sekundäres Lymphödem eine Krebsoperation mit Entfernung und/oder Bestrahlung der Lymphknoten. Je weiter die Operation zurückliegt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen eines Ödems, sofern die Betroffenen sich ödementsprechend verhalten.
Durch richtiges Verhalten wird die Entstehung eines Lymphödems verringert. Durch falsches Verhalten wird die Entstehung eines Ödems gefördert. Augrund unserer Erfahrung muss man leider sagen: „Einmal Lymphödem – immer Lymphödem“
Das bedeutet, dass der Verhinderung eines Lymphödems die oberste Priorität einzuräumen ist. Wenn nach einer Krebsoperation zunächst kein Ödem entsteht, dann aber nach vielen Monaten oder Jahren auftritt, obwohl man sich an die Verhaltensmaßnahmen gehalten hat, muss immer durch einen Facharzt ein neuerliches Tumorwachstum ausgeschlossen werden.
Ist das Lymphödem einmal entstanden, erfordert es lebenslange Therapie. Das Ausmaß der Therapie hängt vom Verlauf ab. Es ist möglich, dass das Lymphödem – das sehr selten schmerzhalft ist, am Arm und/oder am Brutstkorb auftritt. Ohne Behandlung ist das Lymphödem eine meist fortschreitende Erkrankung. (Komplikationen siehe primäres Lymphödem) und kann monströse Ausmaße annehmen (Elefantiasis)